Warum mit Musik trainieren?

Warum mit Musik trainieren?

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Die wichtigsten Punkte kurz und verständlich zusammengefasst.


Mit Musik trainieren
Trainingsbooster – wie Musik die Leistung steigern kann

Dass Musik einen positiven Einfluss auf das subjektive Trainingserleben hat, ist vielen von uns bekannt. Schließlich wird beispielsweise im Fitnessstudio ganz bewusst Hintergrundmusik gespielt. Doch wusstst du schon, dass Musik nicht nur während des Traininungs, sondern auch vor im Anschluss daran wirkt?

Musik als treibende Kraft

Viele Leute, die mit Sport anfangen wollen, haben zwar eine Vision. Allerdings reicht der bloße Wille zum Erreichen der Langzeitziele oft nicht aus. Der Trick liegt in der täglichen Motivation. Es muss also einen Einfluss geben, der – entgegen der alten Gewohnheiten – zum Aktivwerden animiert.

Studien zufolge nimmt Musik in dieser Hinsicht eine Schlüsselrolle ein. Eine Meta-Analyse zu Musik im Sport- und Trainingskontext kommt zu dem Ergebnis, dass Musik im Durchschnitt mit positiverem Erleben, geringerer wahrgenommener Anstrengung und besseren Leistungswerten verbunden sein kann. Die Effekte fallen je nach Trainingsart, Intensität, Musikauswahl und Person unterschiedlich aus. Sie ist nämlich dazu in der Lage, den Körper in den Leistungszustand zu versetzen und aus dem Ruhemodus herauszuholen. Kurz: Musik kann das Energieniveau steigern! Viele Profisportler setzten Musik zum Trainieren deshalb zur Vorbereitung auf einen Wettkampf und als gezielten Leistungsbooster ein.

Mit Musik trainieren – aber richtig

Musik hebt die Stimmung, schärft den Fokus und verbessert die Performance sowie die Konzentrationsfähigkeit. Außerdem können monotone Ausdauersportarten (wie das Joggen) in musikalischer Begleitung mehr Spaß machen und dadurch angenehmer sein.

Damit die Trainingsmusik diesen Effekt entfalten kann, sollte ihr Rhythmus zur Belastung passen. Häufig genannt wird ein Bereich von etwa 120 bis 150 bpm; Forschungsarbeiten zu asynchroner Trainingsmusik nennen je nach Setting unter anderem 125 bis 140 bpm beziehungsweise 130 bis 150 bpm. Entscheidend bleibt aber, dass die Musik dem jeweiligen Athleten persönlich gut gefällt. Am besten ist es also, wenn der Sportler seine Musikliste individuell zusammenstellt.

Mit Trainingsmusik Bestwerte erzielen

An einem bestimmten Punkt im Training ist ein Ermüdungszustand erreicht, der den ein oder anderen Sportler zum Abbruch zwingt. Das Herz rast, die Muskeln werden müde und die Atemzüge schwer – offensichtlich ist der Körper an seiner Belastungsgrenze angekommen.

Forschungsarbeiten haben ergeben, dass wir uns mithilfe der Musik von der Erschöpfung ablenken können. Dadurch fällt es uns leichter, das Training trotz der Anstrengung fortzuführen.

Inwieweit die Musik das Durchhaltevermögen verbessert, ist aber auch eine Frage der Übungsintensität. Am effektivsten ist die Musik auf einem niedrigen oder moderaten Belastungsniveau. Bei Leistungssportarten wird der Körper jedoch so stark beansprucht, dass die Ablenkungsstrategie nur noch geringfügig funktioniert.

Demgegenüber kann es bei Ausdauersportarten, wie Joggen oder Radfahren, zu messbaren Verbesserungen kommen. Eine pauschale Leistungssteigerung von 15 % lässt sich daraus jedoch nicht für jedes Training ableiten. Hintergrund: Der Beat und die gleichförmigen Bewegungen können so aufeinander abgestimmt werden, dass Lieder mit einem schnelleren Rhythmus automatisch zu einer höheren (Lauf-) Geschwindigkeit führen.

Tipp zur Leistungssteigerung: Stelle dir eine Playlist zusammen, deren Rhythmus etwas oberhalb deiner Komfortzone liegt.

Geheimwaffe Musik: Schneller wieder fit

Studien haben mittlerweile bestätigt, dass Musik einen positiven Einfluss auf das Training haben kann. Die Cool-down-Phase gehört ebenfalls zum Training und wird deshalb zum Studienbereich hinzugezählt.

Grundsätzlich ist die Zeit nach dem Training zum Erholen da. Das Herz schaltet vom Belastungsmodus zur Ruhefrequenz und die Muskeln nutzen die Nachtrainingszeit zur Regeneration.

Die wissenschaftlichen Arbeiten haben ergeben, dass Entspannungsmusik während des Cool-downs den Blutdruck senken und den körpereigenen Reparaturprozess unterstützen kann. Solche Effekte sind jedoch individuell und ersetzen keine medizinische Behandlung.
Das Genre (beispielsweise Klassik oder Jazz) ist egal, wichtig ist nur, dass die Musik langsam und beruhigend ist.

Musik beim Sport hat also nicht nur zum Aufwärmen und während der Hauptbelastungsphase, sondern auch im Nachhinein einen positiven Wirkeffekt.

Musik beim Sport – die besten Tipps

Mit Musik trainieren – Trainingstipps:

Weniger ist mehr: Kleine MP3-Player stören am wenigsten. Das liegt daran, dass sie nicht viel wiegen und häufig mit einer Klammer (beispielsweise am Hosenbund) befestigt werden können. Große und schwere Geräte haben den Nachteil, dass sie durch ihr Eigengewicht schneller verrutschen und den Sportler dadurch behindern können.

Musik vom Handy: Die klassischen MP3-Player werden durch die Smartphones immer mehr zurückgedrängt. Die mobilen Telefone sind überall (also auch auf dem Stepper beim Cardio Training oder beim Joggen) mit dabei. Für diesen Fall bietet sich Sportbekleidung mit Handytaschen an. Diese sorgen dafür, dass du das Handy nicht in der Hand halten musst und sind sturzsicher, versprechen also trotz schneller Bewegungen einen festen Halt.

Mit Kabel oder wireless: Die klassischen Kopfhörer eignen sich prima fürs Bahnfahren oder für einen gemütlichen Spaziergang. Leider verlieren sie ihren Tragekomfort bei schwunghaften Bewegungen und auf schwitziger Haut. Hier empfehlen sich Sportkopfhörer, wenn du trotzdem mit Musik trainieren willst. Diese werden häufig ohne Kabel, mit Bluetooth, angeboten und halten aufgrund ihrer Oberflächenstruktur auch heftigen Bewegungsmustern stand.

Inspiration: Inspirationsquellen und schier endlose Musik zum Trainieren findest du unter anderem bei Apple Music, auf YouTube sowie mit einem Spotify- oder Amazon-Prime-Music-Account.

Training mit Kopfhörer – das solltest du beachten

Kann Training mit Kopfhörer gefährlich sein? Bei falscher Anwendung schon.

Laute Musik steigert zwar die Stimmung und spornt zu Höchstleistungen an, trotzdem gibt es einen gesundheitlichen Risikobereich.

Faustregel: Eine allgemeingültige Maximallautstärke von 75 Dezibel lässt sich für Erwachsene nicht als harter Grenzwert angeben. Die WHO nennt als Orientierung für sicheres Hören unter anderem, bei persönlicher Musikwiedergabe möglichst unter 80 dB Durchschnittspegel zu bleiben und die Hörzeit bei höheren Pegeln deutlich zu begrenzen. Das NIDCD ordnet Geräusche um 70 dBA als für die meisten Menschen langfristig eher unkritisch ein, während längere oder wiederholte Belastungen ab etwa 85 dBA das Risiko für lärmbedingte Hörschäden erhöhen können. Die Sinneszellen im Innenohr können dauerhaft geschädigt werden, wenn die Trainingsmusik über längere Zeit zu laut ist. Die Folge solcher Rezeptorschäden ist der teilweise und irreversible Hörverlust.

Musik beim Sport kann außerdem gefährlich sein. Schließlich schirmen die Kopfhörer andere Geräusche – auch Warnsignale – aus der Umwelt ab.

Wähle die Lautstärke also so, dass sie keine gesundheitlichen Schäden hervorruft und du Außenreize weiter registrieren kannst.

Stand, Quellen & Transparenz

Stand der Informationen: Juni 2026

Die Aussagen zu Trainingswirkung, Musiktempo und Lautstärke wurden vorsichtiger eingeordnet, weil Studienergebnisse je nach Trainingsform, Intensität, Person und Musikauswahl unterschiedlich ausfallen können. Angaben zur Lautstärke sind als Orientierung zu verstehen und ersetzen keine individuelle Beratung durch medizinische oder audiologische Fachpersonen.

Genutzte Quellen

  • research.usq.edu.au – Meta-Analyse zu Effekten von Musik im Sport- und Trainingskontext
  • bura.brunel.ac.uk – Studie und Einordnung zu Musiktempo-Präferenzen beim Training
  • who.int – Hinweise zu sicherem Hören und Lautstärke bei persönlicher Musikwiedergabe
  • nidcd.nih.gov – Einordnung zu Dezibelwerten und lärmbedingtem Hörverlust
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Christian M. Haas
Christian M. Haas ist Dating-Experte und sportbegeistert seit Kindertagen. Auf fitness-liebe.de zeigt er, wie gemeinsame Fitness und Bewegung Menschen verbinden und echte Beziehungen fördern können.

Christian M. Haas

Christian M. Haas ist Dating-Experte und sportbegeistert seit Kindertagen. Auf fitness-liebe.de zeigt er, wie gemeinsame Fitness und Bewegung Menschen verbinden und echte Beziehungen fördern können.

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